Der Kalender ist an manchen Tagen fast leer. Und trotzdem ist am Abend nichts mehr da. Kein Fokus, keine Geduld, keine Energie für das, was eigentlich noch anstehen würde. Wer Projekte leitet, Teams koordiniert oder Kommunikation verantwortet, kennt dieses Gefühl vermutlich gut. Das Problem sitzt dann selten in der Aufgabenliste. Es sitzt im Kopf.
Genau das beschreibt der Begriff Mental Load: die mentale Last, die neben der eigentlichen Arbeit mitläuft. Sie zeigt sich nicht in Meetings oder Deadlines, sondern in dem, was zwischen den Terminen passiert – im ständigen Vorausdenken, Planen und Nichts-vergessen-Wollen. Und dieser Dauerbetrieb im Kopf kann auf Dauer genauso erschöpfen wie die Arbeit selbst, manchmal sogar mehr.